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Einbindung von Fotoaufnahmen in den digitalen Dokumentations- und Behandlungsprozess

Mit der Funktion „Foto- und Wunddokumentation“ in AmbuDOC können medizinische Fachkräfte Wunden oder andere klinisch relevante Befunde direkt am Patienten fotografieren, die Aufnahmen in Formularen hinterlegen und dort detailliert dokumentieren.

Die Foto- und Wunddokumentation unterstützt eine präzise, nachvollziehbare und verlaufsorientierte Dokumentation von Wunden und Befunden. Durch die Verknüpfung von Bildmaterial mit strukturierten Formularen wird die Qualität der medizinischen Dokumentation erhöht und der Informationsaustausch mit anderen Behandlern vereinfacht.

Wunddokumentation​

Die Wunddokumentation wird genutzt, wenn eine Wunde über längere Zeit beobachtet und der Verlauf objektiv bewertet werden muss. In AmbulApps können Wunden fotografiert, über eine klickbare Grafik anatomisch lokalisiert und zusätzlich im Formular vermessen werden (z.B. Länge, Breite, Fläche). Dadurch lassen sich Veränderungen im Zeitverlauf zahlenmäßig nachvollziehen.

Typische Beispiele:

  • Chronische Wunden: Dekubitus, Ulcus cruris oder diabetische Fußwunden, bei denen regelmäßig kontrolliert wird, ob die Wunde kleiner wird oder sich verschlechtert.
  • Postoperative Wundheilung: Dokumentation von OP-Wunden nach Eingriffen, inkl. Messung von Wundlänge oder Defektgröße bei Heilungsstörungen.
  • Infizierte/komplizierte Wunden: Nachverfolgung von Wunden mit Infektionszeichen (Rötung, Nekrose), um unter Therapie objektiv zu zeigen, ob sich die Wundfläche reduziert.
  • Wundambulanzen/Pflege: Standardisierte Erfassung von Wunden in Pflegeheimen oder Wundzentren zur Qualitätssicherung und zur Abstimmung zwischen verschiedenen Behandlern.

Anwendung​

In AmbuDOC kann unter "Vorlagen" in der Patientenakte nach der Wunddokumentation gesucht werden.

Nach Öffnen der Vorlage, kann zunächst der Körperbereich ausgewählt werden, an dem sich die Wunde befindet.

Es öffnet sich unmittelbar die Kamera, um die Wunde zu fotografieren. Bei der Wunddokumentation besteht die Besonderheit, dass die Möglichkeit der Wundmessung mit integriert ist. Hierfür muss die Kamera zunächst langsam bewegt werden, damit der Raum und das Objekt (die Wunde) kalibriert werden können.

Sobald die Kalbibrierung erfolgreich war, aktiviert sich der grüne Knopf an der rechten Seite. Nun kann man an einem Randpunkt der Wunde ansetzen und die Kamera langsam zum anderen Rand der Wunde führen und die Messeung durch erneutes Klicken auf den grünen Knopf abschließen. Das System berechnet automatisch den Abstand. Hierdurch können Höhe und Breite der Wunde berechnet werden. Diese Werte werden mit in die Vorlagen übernommen.

Sobald die Fotoaufnahme in das Dokument übernommen wurde, können weiter Angaben gemacht werden (Wundart, Wundursache, Wundtiefe, etc.).

Alle Angaben inkl. Foto, Messungen, Erfasser und Datum/Uhrzeit werden in einem PDF zusammengefasst und nach Speicherung ebenfalls in die Patientenakte überführt.

Sobald das Dokument abgeschlossen wird, besteht auch hier die Möglichkeit das Dokument dem Patienten/der Patientin direkt als Mail zu senden. Abschließend wird es in der Akte des Patienten/der Patientin gespeichert und an das Primärsystem (AIS/PVS/KIS) übertragen


Fotodokumentation​

Die Fotodokumentation eignet sich für alle Situationen, in denen ein visueller Vergleich oder eine bildliche Dokumentation des Befunds wichtig ist, ohne dass die Wunde im Detail vermessen werden muss. Über AmbuDOC können Fotos direkt im Behandlungsprozess aufgenommen, einem Formular zugeordnet und später im PDF mit handschriftlichen Anmerkungen ergänzt werden.

Typische Beispiele:

  • Operative Eingriffe: Vorher-/Nachher-Fotos einer Hautveränderung oder eines chirurgischen Eingriffs (z.B. Entfernung eines Tumors, plastische Korrektur), um das Ergebnis zu dokumentieren.
  • Dermatologie: Verlauf von Hautbefunden (z.B. Ekzeme, Psoriasis) zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Therapie.
  • Ästhetische Behandlungen: Dokumentation von Vorher-/Nachher-Ergebnissen bei ästhetischen Eingriffen (z.B. Lidstraffung, Filler-Behandlungen).
  • Unfall-/Notfallmedizin: Bildliche Erfassung von Verletzungen (z.B. Hämatome, Schnittwunden) zur Dokumentation des Ausgangsbefunds.

Anwendung​

Ähnlich wie die Wunddokumenation kann auch die Vorlage für die Fotodokumentation in den Vorlagen Bereich innerhalb der Patientenakte in AmbuDOC geöffnet werden.

Das Dokument öffnet sich durch einen Klick und bietet die Möglichkeit, Fotos aufzunehmen, oder auf die Mediathek des iPads zuzugreifen und Fotos aus dem Speicher hochzuladen. Zusätzlich können Anmerkungen in dem Dokument hinterlegt werden.


Einrichtung der Foto- und Wunddokumentation im ControlCenter​

  • Die benötigten Formulare zur Foto- und Wunddokumentation müssen vorab aus der AmbulApps-Bibliothek in dem Kundenbereich des ControlCenters installiert werden.
  • Die Formulare müssen dem gewünschten Mandanten (Standort/Fachbereich/etc) zugewiesen werden siehe Konfiguration Vorlagen.
  • Die AmbuDOC-App muss auf den verwendeten iPads/iPhones installiert und mit dem Control Center verbunden sein siehe Konfiguration Geräte
  • Optional: Einrichten des E-Mail Versands siehe Nutzung E-Mail